Warnung vor US-Ausbürgerung für britische Fußballfans: Fall eines Journalisten und die Auswirkungen der Einwanderungspolitik

Hintergrund des Falls Sami Hamdi

Sami Hamdi, ein britischer Journalist, wurde am 26. Oktober am Flughafen San Francisco festgenommen, während einer internationalen Tour, bei der er Israel in Gaza kritisierte. Die US-Behörden widerriefen ihm ohne Vorwarnung sein Visum, was zur Folge hatte, dass er mehr als zwei Wochen in Gewahrsam war. Hamdi kehrte am Donnerstag in Großbritannien zurück.

Die US-Immigration und Customs Enforcement (ICE) erklärte, die Tour sei aufgrund von Sicherheitsvorschriften abgesagt worden, und dass Hamdi sich ungültig im Land aufhalte. Während der Festnahme wurde er begleitet von einer sogenannten „harten Erfahrung“, so Hamdi selbst. Er beschreibt, dass er vom Flughafen eskortiert wurde, in ein schwarzes Fahrzeug gesetzt wurde und die Polizei ihn festnahm, während er versuchte, seine Familie zu informieren.

Warnung vor möglichen Ähnlichkeiten bei zukünftigen Reisen

Seine Ehefrau Soumaya Hamdi, die bei einem Fernsehinterview von Sky News anwesend war, äußerte konkrete Bedenken für britische Staatsbürger, die in den USA reisen möchten. Sie appellierte an die Freiheit der Meinungsäußerung und warnte, dass die gleiche Art von Festnahme passieren könnte, wenn jemand in den USA mit einem gültigen Visum unterwegs ist.

„Wenn das Sami mit einem gültigen Visum passieren kann, einem britischen, registrierten Journalisten, dann könnte es auch anderen passieren“, sagte sie. Sie betonte die Notwendigkeit, vorsichtig zu sein, insbesondere im Hinblick auf die kommenden Weltmeisterschaft im nächsten Jahr.

Reaktion der britischen Behörden und persönliche Erfahrungen

Soumaya Hamdi drückte ihre Unzufriedenheit mit der Reaktion der britischen Regierung aus. „Die Unterstützung, die wir von der britischen Regierung erhalten haben, war sehr enttäuschend“, sagte sie und fügte hinzu, dass es beunruhigend sei, dass die Regierung nicht härter gegen die Einreisebeschränkungen vorgehe.

Hamdi beschreibt die Behandlung durch die US-Behörden während seiner Haft als „ziemlich aggressiv“. Er erzählte, dass er aus dem Flughafen in einem Polizeifahrzeug gebracht wurde und beschrieb, wie die Polizei ihn bei der Festnahme führte. Er betonte, dass er alle Bedingungen seines Visums eingehalten habe und vermutete, dass die Festnahme mit seinem politischen Engagement für Gaza zusammenhänge.

Rechtslage und mögliche Motive der US-Behörden

Nach Angaben seines Rechtsteams akzeptierte Hamdi nach einer Anklage wegen Überschreitung des Visumstatus das Angebot, die USA freiwillig zu verlassen. Am Montag wurde bekannt, dass die US-Regierung zugestimmt hatte, ihn frei zu lassen, und am Donnerstag bestätigten Fluginformationen seine Heimreise.

Hamdi betonte, dass die Medienberichterstattung, insbesondere durch Medien wie Sky News, erheblich zu seiner Unterstützung beigetragen habe. Er berichtete, dass die Behandlung in Haft sich verbessert habe, sobald die Medien auf seinen Fall aufmerksam wurden.

Die aktuelle US-Einwanderungspolitik unter der Regierung Trump umfasst Maßnahmen wie die Rücknahme von Visa bei Verdacht auf Terrorismus-Unterstützung sowie die Abschiebung von Ausländern, die öffentlich Unterstützung für Palästinenser zeigen. Hamdis Ankläger argumentierten, dass sein Visum wegen Unterstützung von Terrorismus widerrufen wurde, eine Behauptung, die Hamdi bestreitet.

„Auf der Anklagebank war keine Rede von Terrorismus oder ähnlichen Vorwürfen“, so Hamdi, „es gab keine Beweise für die Vorwürfe.“ Er erklärte, dass der eigentliche Grund für seine Festnahme in einer Art Gesichtswahrung lag und dass er froh sei, nach Hause zu gehen.

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Pim de Vries is een nieuwsgierige onderzoeker die verbluffende feiten en wetenswaardigheden uit de hele wereld verzamelt. Hij maakt complexe onderwerpen begrijpelijk en inspirerend voor iedereen.

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