Ausdruck von Unmut und Protesten während des Spiels
Die Organisatoren des Afrikanischen Nations-Cups haben das Verhalten einiger Spieler und Funktionäre während des tumultartigen Finales am Sonntag kritisiert. Das Spiel endete mit einem 1:0-Sieg Senegals in der Verlängerung gegen Marokko, doch die Veranstaltung war geprägt von Zwischenfällen und Uneinigkeit. In den späten Momenten des Spiels versuchten senegalesische Fans, den Platz zu stürmen, während die senegalesischen Spieler in Protest gingen, nachdem den Gastgebern in Rabat ein umstrittener Elfmeter zugesprochen wurde.
Reaktionen der Verantwortlichen und die Untersuchung
Die Fédération Africaine de Football (CAF) gab bekannt, dass sie alle verfügbaren Videoaufnahmen überprüft und die Angelegenheit an die zuständigen Stellen weitergeleitet werde, um geeignete Maßnahmen gegen die Schuldigen einzuleiten. Die Organisation konstatiert, dass das Verhalten auf und neben dem Spielfeld inakzeptabel war.
Reaktionen auf die Unruhen und die Bewertung durch FIFA
Der FIFA-Präsident Gianni Infantino verurteilte die „unacceptable Szenen auf dem Spielfeld und auf den Tribünen“. Er kritisierte das Verhalten einiger „Supporter“ sowie der senegalesischen Spieler und ihres Betreuerstabs. Er betonte, dass das Verlassen des Spielfelds auf diese Weise sowie Gewalt im Sport nicht toleriert werden dürften. Infantino erklärte: „Diese unschönen Szenen müssen verurteilt werden und dürfen sich nicht wiederholen.“
Der Verlauf und die Eskalation im Spiel
Das Spiel blieb torlos, doch in der Nachspielzeit des zweiten Abschnitts kam es zu dramatischen Szenen. Die senegalesischen Spieler, angeführt von ihrem Trainer Pape Thiaw, verließen den Platz in Protest, nachdem ihnen in der 98. Minute ein Elfmeter zugesprochen wurde. Zuvor war auch ein Tor für Senegal im Stadion Prince Moulay Abdellah wenige Minuten vorher wegen einer umstrittenen Abseitsentscheidung annulliert worden.
Senegal gewann schließlich durch ein Tor von Pape Gueye in der vierten Minute der Verlängerung. Gueye, der den Ball in den oberen rechten Winkel schoss, wurde zunächst als Torschütze anerkannt, jedoch wurde anschließend nach Videobeweis eine Abseitsstellung bei seinem Tor überprüft.
Spannungen und weitere Zwischenfälle
Bei einem weiteren Elfmeter in der letzten Minute der regulären Spielzeit, nachdem ein Foul von Senegal-Verteidiger El Hadji Malick Diouf an Achraf Hakimi überprüft wurde, eskalierte die Situation erneut. Nach der Entscheidung, den Elfmeter zu geben, reagierten die senegalesischen Spieler mit Wut und verließen für 14 Minuten den Platz, bis Sadio Mané sie wieder auf den Platz lockte. Der Penalty-Schütze Diaz konnte jedoch vom senegalesischen Torwart Édouard Mendy gehalten werden.
Die letzte Aktion des Spiels war das Tor von Gueye in der vierten Minute der Verlängerung, das den Sieg für Senegal bedeutete. Das Spiel endete mit erheblichen Spannungen, bei denen auch Proteste außerhalb des Spielfelds zu sehen waren. Einige Zuschauer versuchten, den Platz zu stürmen, während die senegalesischen Spieler kurzzeitig den Platz verließen, sich jedoch von Mané wieder zurück auf das Spielfeld bringen ließen.
Gesamtbilanz und Einschätzungen der Beteiligten
Auf Seiten Marokkos zeigte Coach Walid Regragui Enttäuschung: „Wir sind sehr enttäuscht für die marokkanische Bevölkerung. Wenn in der letzten Minute ein Elfmeter gepfiffen wird, erscheint der Sieg sehr nah, doch am Ende holt das Fußballspiel einen ein.“
Regragui fügte hinzu: „Wir gratulieren Senegal, auch wenn unsere performance im afrikanischen Fußball enttäuschend war, angesichts all dessen, was bei der Elfmeterentscheidung passiert ist.“
Die Vorfälle beim Finale haben die Diskussion um Fairness und Disziplin im afrikanischen Fußball erneut angefacht, während die offiziellen Stellen prüfen, welche Maßnahmen notwendig sind, um künftig solche Szenen zu vermeiden.



